Einsatzstichwort: starker Wintereinbruch
Der erste Alarm für die SEG11 ging gegen 21 Uhr ein. Einsatzauftrag war die Unterstützung weiterer Schnelleinsatzgruppen bei einem festsitzenden Personenzug in Ostercappeln mit ca. 600 Personen. Aufgrund der extremen Wetterlage und den damit verbundenen Strassenverhältnissen dauerte die Anfahrt jedoch über 2 Stunden, wonach der Einsatz bereits abgearbeitet war.
Bevor die SEG11 wieder eingerückt war kam ein Folgeauftrag. Einsatzort war diesmal Hasbergen, wo sich ein längerer Stau gebildet hatte, nachdem sich ein vollbesetzter Reisebus auf der Straße gedreht hatte.
Ausserdem wurden bereits während der Anfahrten zu den Einsatzorten mehrere Hilfeleistungen durchgeführt, so wurde unter anderem ein festsitzendes Auto der Polizei freigeschleppt. Einsatzende für die Helfer der SEG11 war gegen 2 Uhr nachts.
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Quelle: Kreisfeuerwehr Osnabrück
Im Einsatz waren
Malteser SEG11
weitere SEGn aus dem Landkreis
Feuerwehren
Technisches Hilfswerk
Polizei
Winterdienste
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Zum Einsatz:
Landrat Manfred Hugo dankt den ehrenamtlichen Helfern: (Quelle: Kreisfeuerwehr Osnabrück)
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"Unser Rettungs- und Katastrophenschutz funktioniert. Das haben die chaotischen Wetterverhältnisse am Wochenende wieder einmal bewiesen", so das Resümee von Landrat Manfred Hugo am Montagmorgen. Der Landrat dankt allen ehrenamtlichen Helfern für ihren aufopferungsvollen Einsatz. Und die Bilanz der Rettungsleitstelle belegt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst. Innerhalb von 24 Stunden wurden von Freitag zu Samstag über 800 Einsätze abgewickelt. |
Das bedeutet eine Höchstleistung für die freiwilligen Helfer, betont der Landrat. Viele Kräfte seien rund um die Uhr im Einsatz gewesen. Während an normalen Tagen zwei Disponenten in der Rettungsleitstelle ihren Dienst versehen, musste die Mitarbeiterzahl im Laufe des Freitages auf acht aufgestockt werden, um die Vielzahl der eingehenden Anrufe abzuarbeiten.
Die Koordinierungsstelle des Verwaltungsstabes wurde ebenso eingesetzt wie der große Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr, in dem am Osnabrücker Kreishaus zwei zusätzliche Disponentenarbeitsplätze eingerichtet wurden.
50 Ortsfeuerwehren, alle elf Schnelleinsatzgruppen des Rettungsdienstes sowie das Technische Hilfswerk, waren im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen, Landwirte mit Strom zu versorgen oder frierende Personen zu versorgen.
So war im Ostercappelner Ortsteil Haaren ein Baum auf einen Reisezug gestürzt. Rund 600 Reisende saßen bei klirrender Kälte dort fest. Sie wurden mit Decken, Heißgetränken und einer Suppe versorgt. Am Bahnhof Bohmte mussten 150 Reisende eines Zuges evakuiert werden. Sie wurden über Nacht provisorisch in einer Turnhalle untergebracht.
Im Bad Essener Ortsteil Wehrendorf war gegen 18.18 Uhr ein Kleinbus mit acht behinderten Fahrgästen in den Straßengraben gerutscht und auf der Tür liegen geblieben. Das Fahrzeug, das umzustürzen drohte, wurde von der Feuerwehr gesichert und gemeinsam mit dem Rettungsdienst wurden die Fahrgäste gerettet und nach Osnabrück gebracht.
Und auch am Penter Knapp im Bramsche ging nichts mehr. Ein mehrstündiger Stau mit festsitzenden Fahrzeugen, Benzinmangel und ausgekühlten Fahrzeuginsassen machten den Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst erforderlich.
"Ich freue mich, dass wir alle Einsätze mit den vorhandenen ehrenamtlichen Strukturen im Sanitäts- und Betreuungsbereich sowie den gemeindlichen Feuerwehren abarbeiten konnten, so das Fazit des Landrates.
"Ich bin stolz, dass wir im Osnabrücker Land ein so gut funktionierendes System mit einer Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern haben, die sich Tag für Tag um die Sicherheit und Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger kümmern.
Darüber hinaus haben die letzten Tage wieder einmal gezeigt, dass die Menschen im Osnabrücker Landes bereit sind, in Notsituationen enger zusammen zu rücken und sich gegenseitig auch in kleinen Dingen Hilfestellung zu geben."


